„Bei Lindner weiß man, was man hat“

Die Zuser Ressourcenmanagement GmbH lässt sich nicht auf Experimente ein: Seit 24 Jahren bezieht der Ersatzbrennstoffhersteller in Peggau, Steiermark Zerkleinerer aus dem Hause Lindner-Recyclingtech. Neu im Einsatz ist hier ein Polaris 2800. Für die einstufige Zerkleinerung kam keine andere Maschine in Betracht.

Die Zusammenarbeit mit Lindner begann vor seiner Zeit als Geschäftsführer der Zuser Ressourcenmanagement GmbH. Damals, das heißt 1993, fing die thermische Verwertung von Abfällen gerade erst an in Österreich; und der Hersteller von Zerkleinerungsmaschinen war bereits am Markt. „Das war noch ein überschaubarer Anbietermarkt“, kann sich Mag. Georg Zuser erinnern. Der markentreue Ersatzbrennstoffproduzent  – „bei Lindner weiß man, was man hat“ – verfügt heute über einen Jupiter zur Vorzerkleinerung (mit 145-Millimeter-Messern bestückt), einen Komet und Komet PK zur Nachzerkleinerung (30-Millimeter-Körnung) und seit Jänner 2017 auch über einen Polaris 2800.

 

„Wir wollten uns auf keine Experimente einlassen und sind bei Lindner als bewährten Lieferanten geblieben“

Mag. Georg Zuser

 

Für die einstufige Zerkleinerung kam für Zuser keine andere Maschine im Wettbewerb in Betracht als der innovative Einwellenzerkleinerer. „Wir wollten uns auf keine Experimente einlassen und sind bei Lindner als bewährten Lieferanten geblieben“, erklärt dazu Georg Zuser. Die enorme Kraftwirkung über den zweistufigen Riemenantrieb, der Effekt der Schwungmasse, die optimierte Materialzuführung (innenliegender Nachdrücker für erhöhtes Füllvolumen und einfache Beschickung), die hydraulische Wartungsklappe (für schnelle Störstoffentfernung und komfortable Rotorwartung) und nicht zuletzt die Robustheit und Langlebigkeit der Rotormesser überzeugen die Unternehmensgruppe, die auch im Segment Altholz tätig ist. Als Universalmaschine konzipiert, zerkleinert die neue Baureihe Polaris von Lindner so gut wie alles an Materialinput.

Unter realen Bedingungen

Der Entscheidung für den Polaris 2800 von Lindner gingen Versuchsreihen mit einer Testmaschine der Baureihe am Einsatzort voraus. Unter realen Produktionsbedingungen wurden verschiedene Materialströme aufgegeben und die jeweiligen Durchsatzleistungen sowie Output-Qualitäten ermittelt. Eine Prüfung auf Herz und Nieren sozusagen. Zuser produziert am Hauptsitz Peggau nördlich von Graz aus Siedlungs-, Gewerbe-, Industrie- und Baumischabfällen im Jahr über 100.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe (EBS) in den Korngrößen 30 bis 250 Millimeter. An fünf Standorten in Österreich ist die Unternehmensgruppe mit insgesamt 150 Mitarbeitern präsent. Beliefert werden Zementwerke und andere Industrien in der Alpenrepublik und den angrenzenden Nachbarländern. Hochkalorische Ersatzbrennstoffe gehen zum Beispiel in den Hauptbrenner eines Zementwerks, mittelkalorische EBS in Kalzinatoren und Ausschüsse mit geringem Heizwert in die Müllverbrennung.

Das Material kommt aus Österreich, Slowenien, Italien und momentan – aufgrund von Auslastungsengpässen – auch aus Deutschland, wie Georg Zuser informiert. Die Anlieferung erfolgt größtenteils über Entsorgungsdienstleister ohne Behandlungskapazitäten. Keine zehn Prozent des Unternehmensumsatzes machen den Angaben nach eigene kommunale Abfallsammlungen aus. Im Prozess der Ersatzbrennstoffherstellung werden Eisen- und Nichteisenmetalle sowie recycelbare Kunststoffe separiert und vermarktet. Mit den Worten von André Riemer, Leitung Instandhaltung bei Zuser, wird alles, was den EBS-Heizwert einschränkt und mindert, abgeschieden. Jedoch wird beispielsweise Altholz von Güte nicht nur der thermischen Verwertung, sondern auch der Spanplattenproduktion zugeführt.

Reibungslos und wie am Schnürchen

Der Polaris 2800 zerkleinert bei einem Durchsatz von 28 Tonnen pro Stunde relativ schwere Haus- und Gewerbeabfälle mit hoher Schüttdichte auf eine definierte Korngröße von 80 Millimetern. Und das in nur einem Schritt, die sonst zwei Schritte erfordern. „Für die Zerkleinerung von heizwertreichen Materialien hatten wir noch keine bessere Maschine als die Polaris“, bestätigt André Riemer. Die Polaris 2800 wurde mit einem neuartigen Rotorkonzept geliefert und läuft reibungslos und wie am Schnürchen. André Riemer: „Die Messer und Messerhalter sind massiv gestaltet. Seit Inbetriebnahme hatten wir keine einzige Störung. Das ist unglaublich und wurde noch mit keiner anderen Maschine im Betrieb erreicht. Dabei haben wir so gut wie keine Probleme mit Störstoffen. Ab und zu müssen der Polaris größere Eisenelemente entnommen werden. Ansonsten läuft die Maschine durch. Rund 400 Betriebsstunden ohne Austausch von Messer-Verschleißteilen halte ich für möglich.“

Die Baureihe Polaris hat zudem von allen vergleichbaren Einwellenzerkleinerern am Markt den geringsten Energieverbrauch – Euro pro Tonne. Für André Riemer ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt, „aber je nach Inputmaterial können natürlich Spitzen entstehen.“ Die Wartung sämtlicher Lindner-Maschinen im Einsatz führt Zuser komplett selber durch. Das Serviceteam des Herstellers tauscht gegebenenfalls die Rotorlager aus. Geschäftsführer Georg Zuser plant schon einen zweiten Standort für die Ersatzbrennstoffproduktion und ist hier bereits mit Lindner-Recyclingtech im Gespräch. Denn schließlich werden für eine EBS-Anlage Zerkleinerer benötigt.

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